E-Commerce Tracking – Ein immer noch unterschätztes Thema

Der aktuelle Bericht in der T3N zum Thema E-Commerce-Tracking mit Google Analytics führt vor Augen, wie sehr dieses Thema leider noch immer von zahlreichen Onlineshopbetreibern unterschätzt wird.
Immer wieder stelle ich fest, dass Unternehmen sehr viel Geld in Onlinemarketing-Kampagnen, besonders im Bereich SEM und SEO, investieren und dabei das E-Commerce Tracking häufig vernachlässigen.
Dabei wird vergessen, dass ein systematisches Tracking der wesentlichen KPIs dazu beiträgt die Wirtschaftlichkeit und Performance von Marketing-Kampagnen nachhaltig zu verbessern. Es ist die Vorstufe für ein umfassendes Controlling, dessen Wert nicht zu unterschätzen ist. Nur wozu Controlling betreiben, wenn es für viele Shopbetreiber doch so viel einfacher ist, die Schleuse im SEM zu öffnen und mehr Besucher auf die Webseite zu lenken?

Dabei gibt es zahlreiche Tracking-Tools wie z.B. die kostenlosen Tools Google Analytics und Yahoo! Web Analytics, die hervorragende Daten liefern und Shopbetreibern bei Marketing- als auch strategischen Entscheidungen untertützen.
Wer mit den kostenlosen Tools nicht zufrieden ist kann auch auf kommerzielle Lösungen von Clicky, AT Internet, eTracker, Adobe, Comscore und anderen Dienstleistungsanbietern setzen. Diese können meist deutlich mehr als Google Analytics und bieten umfangreiche Tools wie z.B. ein seitenübergreifendes Tracking, umfangreiche Assist-Analysen, Heatmaps, Formulartracking oder das sogenannte Mouse-Tracking, bei dem man Userbewegungen in Echtzeit analysieren kann.
Doch gilt es natürlich abzuwägen, ob diese Lösungen in einem vernünftigen Kosten/Nutzenverhältnis für den Shopbetreiber stehen. Ab einer gewissen Größe lässt sich die Antwort meist mit Ja beantworten.

Oftmals scheitert es bei Shopbetreibern aber schlichtweg auch daran, dass gar kein E-Commerce Tracking Tool vorhanden ist oder es einfach falsch installiert wurde. So werden durch eine mangelhafte Integration und Umsetzung z.B. Paypal-Zahlungen vergessen, Steuern und Versandkosten nicht integriert, Newsletter-Besucher nicht ausgewertet oder die Page-Performance nicht analysiert. Dazu kommt, dass viele Shopbetreiber zwar ein professionelles Tracking-Tool am Laufen haben, dieses aber nur halbherzig nutzen und sich lediglich an diversen Tracking-Reports erfreuen.

Dadurch geht letztlich der Sinn des Trackings verloren und Shopbetreiber wundern sich, warum ihnen die schlecht aufgebauten Dashboard oder fehlende Reports nicht die Daten liefert, die sie gerne hätten. Dabei ist das Tracking eine unschlagbare Waffe in Zeiten von immer teureren Marketingkampagnen und  im Kampf mit Mitbewerbern, die ebenfalls nur einen Klick entfernt sind. In einer kleinen Reihe werde ich in nächster Zeit einige ausgewählte Tracking-Tools vorstellen, u.a. Google Analytics V5, Clicky und die Lösung von AT Internet.

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Über Henryk

Henryk Lippert beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit E-Commerce, Online Marketing, Multichannel, Internationalisierung & Usability. Dabei konnte er ein umfassendes Wissen aufbauen. Henryk Lippert lebt in London und arbeitet hauptsächlich in England und Deutschland.

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2 Kommentare zu E-Commerce Tracking – Ein immer noch unterschätztes Thema

  1. Erich 14/09/2011 at 15:09 #

    Welches ist das Plugin an der Seite ? Das will ich auch!

    • Henryk 26/09/2011 at 02:41 #

      Hi,
      welches Plugin genau meinst du?

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