Online Shop mit JTL Shop – Es muss nicht immer Magento sein

Viele Shopbetreiber setzen derzeit auf das sehr erfolgreiche, aber auch gehypte Shopsystem Magento, das in den vergangenen Jahren zu einem der verbreitetesten Shopsysteme aufgestiegen ist.

Grundsätzlich spricht nichts gegen einen Magento Online Shop, viele meiner Kunden setzen Magento ein und sind damit auch durchaus zufrieden. Doch es gibt auch zunehmend kritische Stimmen, bei denen besonders häufig die mangelhafte Updatefähigkeit, die hohen Hardwareanforderungen, die Datenbankstruktur und die Folgekosten bei der Weiterentwicklung von Magento als Kritikpunkte genannt werden.

Aus diesem Grund möchte ich Euch heute das in Deutschland entwickelte Shopsystem JTL Shop 3 als Magento Alternative vorstellen und auf die Vor- und Nachteile gegenüber Magento eingehen.

Funktionen JTL Shop3

Magento überzeugt bei vielen Shopbetreibern vor allem durch seine Funktionsvielfalt, doch der JTL Shop braucht sich in diesem Punkt nicht vor Magento zu verstecken. Im Grunde genommen, kann man mit dem Online Shop alles machen, was auch mit Magento üblich ist. Anbei eine Kurzübersicht über die wichtigsten Shop Funktionen die der JTL Shop bietet:

  • Smarty Template Engine
  • Mehrsprachigkeit
  • Multiwährungen
  • Filtersystem (Farben, Größen und frei definierbare Attribute)
  • Plugins für zahlreiche gängige Zahlungsarten
  • Trusted Shops Zertifizierungsmodul
  • Mehrstufiger Checkout (bei Magento gibt es auch One-Step Checkout Plugins, das bietet der JTL Shop aktuell nicht)
  • Kundengruppen und Sichtbarkeiten
  • Preisauszeichnungen: Staffelpreise, UVP, Grundpreise, Sonderpreise
  • Stücklisten
  • unterschiedliche Versand- und Steuerklassen
  • Gutscheinsystem
  • Einfaches CMS für Infoseiten
  • Cross-Selling, Ähnliche Artikel, Kunden kauften auch

Wie bei Magento gibt es die Möglichkeit den JTL Shop durch Plugins zu erweitern. JTL selber bietet eine Reihe von sinnvollen Premium-Erweiterungen die kostengünstig zur Shoplizenz dazu gebucht werden können, wie z.B.

  • Konfigurationsmodul (für komplexe Artikel-Kombinationen interessant z.B. für Möbelsets, Computer oder Fahrräder)
  • Multishop Erweiterung
  • Fehlertolerante Suche
  • Downloadmodul
  • SEO optimierte URLs

Unabhängig von JTL eigenen Erweiterungen gibt es einige externe Anbieter, die ebenfalls Erweiterungen für den JTL Shop – teils kostenlos, teils gegen Gebühr – anbieten. Durch das Plugin-System können auch eigene zusätzliche Shopfunktionen realisiert werden, ohne den eigentlichen Shop-Code anfassen zu müssen. Mit dieser strikten Trennung bleiben Plugins bei JTL Shop 3 in der Regel besser updatefähig, als bei Magento.

Vorteile JTL Shop 3 vs. Magento

Auch wenn sich JTL auf den ersten Blick in Sachen Funktionsvielfalt nicht vor Magento verstecken braucht, wie sieht es dann mit den wirklichen Vorteilen aus, wo überzeugt ein JTL Shop?
Nach meiner Erfahrung und im Erfahrungsaustausch mit Kunden und Partnern bietet ein JTL Shop vor allem in den folgenden Bereichen Vorteile gegenüber Magento:

  • Angebundene “kostenlose” Warenwirtschaft JTL-Wawi
    mit Produktmanagement, Lagerverwaltung, Kundendatenbank, Auftragsverwaltung, Bestellwesen u.v.m.
  • JTL Wawi sehr leicht erlernbar
    Es gibt nur wenige Warenwirtschaftssysteme die so intuitiv funktionieren wie JTL Wawi. Allerdings darf auch nicht unerwähnt bleiben, das andere Warenwirtschaftssysteme wie beispielsweise Büroware oder Sage auch deutlich mehr Funktionsumfang besitzen.
  • Administrationsaufwand
    Da JTL eine Lizenzsoftware ist und nicht an jeder Stelle rumgeschraubt werden kann, bleibt die Updatefähigkeit des JTL Shops gegenüber Magento besser erhalten. Manch einer mag das auch als Nachteil betrachten, allerdings hat es auch Vorteile, wenn man den Kern eines Shopsystemes nicht grundsätzlich anfassen kann, denn hier kann man auch sehr schnell einiges kaputt machen. Viele Shopbetreiber mit Magento können übrigens ein Lied davon singen.
  • Shophosting und Datenbankhosting direkt durch JTL Software möglich
    Bei Magento gibt es diesen Support erst ab der Enterprise-Version (Magento Go betrachte ich nicht als Alternative, zumindest nicht für Shopbetreiber die es ernst meinen). Alternativ kann man den Shop auch selber hosten oder über einen Servicepartner gehen.
  • Sehr gute Shop/Wawi-Dokumentation im JTL Wiki
    Hier muss man JTL wirklich loben, das machen sie ausgezeichnet. Mittlerweile werden sogar Webschulungen angeboten, was von vielen Shopbetreibern dankend angenommen wird.
  • Umfassender Erfahrungsaustausch
    mit anderen JTL Shopbetreibern im hauseigenen Forum (Magento bietet zwar ebenfalls eine Doku und auch ein Supportforum, aber von Seiten Magento gibt es wenig bis gar kein Feedback, solange man nicht auf die Enterprise Version der Software setzt)
  • Günstiger Premiumsupport (ab 299€ für 6 Monate) mit schnellen Reaktionszeiten
  • eBay und Amazon Anbindung über JTL-Wawi
    Gegen eine Transaktionsgebühr kann man die Marktplätze eBay und Amazon anbinden.
  • Hardware-Anforderungen
    JTL ist weniger Leistungshungrig als Magento (Hauptgrund: Die Datenbankstruktur des JTL Shops wurde besser designt)
  • Integrierter Export von Produkt-CSVs
    Mit dem integrierten Export lassen sich relativ einfach Produktlisten für zahlreiche Preissuchmaschinen oder für Affiliate Marketing Partner exportieren (inklusive Cron-Job-Assistent, der diese Listen dann automatisch alle X Stunden generiert). Allerdings können die Daten nicht gefiltert werden, d.h. einzelne Kategorien oder einzelne Produkte kann man derzeit nicht ausschließen. Es heißt entweder alles oder gar nichts.
  • Attributsystem für optimale SEO-Landingpages
  • Hervorragendes Preis/Leistungsverhältnis
    Trotz der moderaten Lizenzkosten für einen JTL Shop 3 gibt es bei JTL überschaubare Anpassungs- und Folgekosten. Gegenüber einem Magento Shop kann man also mit einem geringeren Budget rechnen, auch wenn ein komplexer und individuell designter JTL Shop natürlich ebenfalls einiges kosten kann.
  • Agenturvergütungen
    Die Agenturvergütungen bei JTL Shops sind attraktiver als bei Magento, allerdings gibt es nur wenige erfahrene JTL Agenturen und noch weniger freie Entwickler (Freelancer). Demgegenüber möchte ich allerdings anmerken, dass sich auch im Magento Umfeld nicht nur erfahrene Agenturen tummeln.

Nachteile von JTL Shop3

Trotz vieler tollen Features und zahlreicher Argumente die für einen JTL Shop sprechen, gibt es natürlich auch einige Kritikpunkte, die ich an dieser Stelle nicht verheimlichen möchte:

  • Keine Kategorie- und Produktverwaltung im Shop-Backend
    Produkte und Kategorien können nicht wie üblich direkt über das Shop-Backend gepflegt werden, dies geht nur in Verbindung mit der JTL Wawi. Eine Standalone Produkt- und Kategorieverwaltung im JTL Shop ist demnach nicht möglich.
  • Fehlende Mehrsprachigkeit der JTL Wawi
    Das Backend des Shops ist zwar auf Englisch verfügbar, aber was hilft es, wenn die angebundene JTL Wawi nur auf Deutsch verfügbar ist, gleiches gilt für das Wiki und das Forum. Für Mitarbeiter mit einer anderen Muttersprache ist eine Nutzung der JTL Wawi dadurch erschwert.
  • JTL Wawi läuft lokal auf einer Windows-Umgebung
    Die JTL Wawi wird lokal als Windows Applikation installiert, als Datenbank wird eine Microsoft SQL eingesetzt. Alternativ kann man die Datenbank auf einen eigenen Windows Server auslagern oder direkt bei JTL hosten. Allerdings sind Fernzugriffe auf die Datenbank durch das Nadelöhr Internet deutlich langsamer gegenüber eine lokalen Installation. Es gibt aber alternative Lösungen von Anbietern die den Betrieb via Windows Terminalserver anbieten. Diese Variante läuft deutlich schneller, wodurch man diesen Punkt nicht zwangsläufig als Nachteil sehen muss. Wer natürlich eine Webbasierte Lösung bevorzugt, wird bei JTL Wawi nicht fündig werden.
  • Magento ist durch den Open Source Standard besser erweiterbar
    JTL Shop ist eine geschlossene Lizenzsoftware, wo nicht an jeder Stelle individuell eingeriffen werden kann. Dadurch sind gewisse Module mit JTL Shop fast unmöglich (z.B. One-Site Checkout, Bonussystem, eigene Zahlungsmodule). Hier ist man immer auf JTL angewiesen, ob Sie so ein Premium-Plugin entwickeln oder nicht.
  • Offene XML-Schnittstelle für die Anbindung des Online Shops an Drittsysteme fehlt
    Gerade größere Shopbetreiber mit mehreren tausend Artikeln, vielen Sendungen, schnellen Sortimentswechseln und komplexen B2B-Anforderungen stoßen mit der JTL Wawi schnell an ihre Grenzen. Mangels offener Schnittstelle beim JTL Shop lassen sich alternative Warenwirtschafts- und CRM-Lösungen, die für größere Online Shops derzeit noch besser geeignet sind, über direktem Wege nicht anbinden. In meinen Augen ist dieser Punkt der größte Kritikpunkt überhaupt. JTL begründet die fehlende API damit, das man den Shops ein Rundum-Paket nach dem Prinzip “Alles unter einem Dach” anbieten möchte. Darüber hinaus verdient JTL über Zusatzservices auch durch den Einsatz der JTL Wawi (u.a. Plugins, eBay & Amazon Anbindung).
    Trotz der durchaus nachvollziehbaren Argumentation seitens JTL darf nach meiner Auffassung allerdings nicht vergessen werden, dass JTL Shop als eigenständige Lösung für viele Shopbetreiber durchaus eine Alternative zu Magento & Co wäre (zumindest habe ich mehrere Anfragen dazu erhalten). Allerdings können Shopbetreiber, die ihre eigene Wawi einsetzen (z.B. Büroware oder Sage) und diese nicht ohne immensen Aufwand wechseln wollen und können, eben aus diesem Grund aktuell leider nicht zu JTL wechseln. Damit verschenkt JTL eine Menge Potential, um sich breiter am Markt zu positionieren.
    Nach Rücksprache mit der Geschäftsführung von JTL gibt es aber derzeit Überlegungen das sich das in Zukunft vielleicht ändern wird.
  • Kleine JTL Entwicklergemeinde
    Auf dem freien Markt sind nur sehr wenige Erweiterungen und Plugins verfügbar. Bei Magento dagegen gibt es tausende Entwickler und genauso viele Plugins (auch wenn nicht jedes Plugin davon etwas taugt).
  • Überschaubarer Agenturmarkt
    Es gibt nur wenige Servicepartner die richtig fit sind… man muss dem zugutehalten, das auch bei Magento nur wenige Profis und viele “Mitläufer” auf dem Markt sind.
  • Weiterentwicklung des Online Shops ist abhängig von JTL
    Da der Code von JTL geschlossen ist, ist man bei der Weiterentwicklung des Shops auf den good-will von JTL angewiesen. Manch einer mag das als Vorteil betrachten, andere wiederum sehen das als klaren Nachteil. Wünscht man besondere Neuerungen kann man zwar eine Anfrage nach einem “Wunschmodul” im Forum stellen oder man wendet sich direkt via Support-Ticket an JTL. Hier bekommt man allerdings häufig die Aussage: Einen genauen Zeitpunkt können wir nicht nennen. Und wenn Versprechungen gemacht werden, dann können Sie leider sehr häufig nicht gehalten werden. Trotz des ansonsten grundsätzlich guten und freundlichen Supports muss JTL im Bereich der Kommunikationspolitik für zukünftige Entwicklungen definitiv besser werden.
    Ein Beispiel dazu ist das Bestellwesen, das bereits 2007 von mir als einer der ersten gewünscht wurde und wo es lange Zeit hieß “das entwickeln wir als nächstes”. Nach jahrelanger Wartezeit wurde das Bestellwesen schließlich mit einem großen “endlich” im Forum für Anfang 2012 angekündigt. Doch erst in der Weihnachtszeit 2012 erblickte das lang ersehnte Bestellwesen das Licht der Welt. Es ist wirklich gut geworden, aber es zeigt auf der der anderen Seite auch, dass man sich derzeit nicht auf zukünftige Entwicklungen bei JTL verlassen kann.
    Im Gegensatz dazu hat man bei Magento zumindest die Möglichkeit sich von der Entwicklung abzukoppeln und eigene Wege einzuschlagen. Das ist nicht immer sinnvoll, aber die Möglichkeit ist zumindest vorhanden, wenn man selber nicht stehen bleiben möchte.
  • Funktionserweiterung der JTL Wawi auf Kundenwunsch gegen Bezahlung ist ebenfalls nicht vorgesehen
    Andere Anbieter sind in diesem Bereich teilweise flexibler. Sicher Magento bietet sowas auch nur im Enterprise-Bereich, aber Magento ist eben auch keine Warenwirtschaft und will es auch gar nicht sein, auch wenn manch ein Shopbetreiber sein Shopsystem quasi als Warenwirtschaft gebraucht. Ob das immer sinnvoll ist oder nicht steht auf einem anderen Blatt Papier und würde den Artikel an dieser Stelle sprengen.
    Tatsache ist, das der eine oder andere Händler auf Spezialanforderungen angewiesen ist, die nicht jeder Händler benötigt. Andere Wawi-Betreiber wie z.B. Büroware oder Sage bieten solche Services gegen Aufpreis an. Da der JTL Shop zwangsläufig auf die JTL Wawi setzt, könnte man davon ausgehen, das solche Möglichkeiten bei JTL ebenfalls gegeben sind, allerdings muss ich das an dieser Stelle verneinen.
  • CRM Funktionen in der Wawi sind mangelhaft
    Gerade für B2B Shops und Shops mit hochpreisigen und beratungsintensiven Produkten ist dies ein wichtiges Kriterium. Magento mag das zwar auch nicht können, aber es lassen sich immerhin externe CRM-Tools über die offene Schnittstelle anbinden.
  • Wenige Referenzshops
    Es gibt durchaus einige sehr schöne Referenzshops, allerdings ist das Angebot noch nicht vergleichbar mit dem Angebot bei Magento & Co.

Kritische Betrachtung

Insgesamt lässt sich festhalten, das der JTL Shop trotz einiger Kritikpunkte für viele Shopbetreiber eine durchaus sehr interessante Alternative zu Magento darstellt. Der Shop besitzt zahlreiche moderne und zeitgemäße Shop-Funktionen die fast allen Ansprüchen genügen.
Besonders in Verbindung mit der hauseigenen kostenlosen JTL-Wawi kann der JTL Shop im Vergleich zu anderen Systemen punkten, wobei eingeschränkt werden muss, dass es auf die Anforderungen des Shopbetreibers ankommt. Nicht für jeden Shopbetreiber bietet die JTL Wawi alle notwendigen Funktionen und Lösungen.
In den Bereichen Administration, Dokumentation, Funktionsangebot und bei den Hardwareanforderungen ist JTL nach meiner Einschätzung einem Magento Shop überlegen. Durch die optionale Anbindung an die Marktplätze eBay und Amazon bietet JTL Shop3 in Verbindung mit der JTL Wawi für viele Shopbetreiber ein attraktives Gesamtpaket.

Demgegenüber kann es in meinen Augen ein massiver Nachteil sein, das man zwangsläufig auf die hauseigene JTL Wawi im Verbund mit dem Shopsystem setzen muss, da eine offene API-Schnittstelle zum JTL Shop nicht vorhanden ist. Für die meisten Shopbetreiber mögen die Funktionen von JTL Wawi ausreichend sein, doch größere Online Shops mit gehobenen Anforderungen werden mit der Zwangsehe ihre Probleme haben. Durch diese Entscheidung sperrt JTL Shopbetreiber die gerne auf den JTL Shop setzen möchten, aber weiterhin ihre eigene Warenwirtschaft einsetzen wollen, quasi aus.

Aus Sicht von JTL mag das auf den ersten Blick sinnvoll erscheinen, denn dadurch lassen sich eigene Zusatzdienstleistungen in der JTL-Wawi wie z.B. die JTL Multishop-Erweiterung, das Datenbankhosting oder die Anbindung an Marktplätze wie eBay und Amazon über eazyauction mangels Alternativen direkt an den Kunden verkaufen.
Nach meiner Einschätzung ist das allerdings ein zweischneidiges Schwert. Denn dadurch das man Online Shops ab einer gewissen Liga aussperrt, verhindert man gleichzeitig den Fortschritt im Plugin-Segment, als auch auf dem Agenturmarkt und man sperrt große Shops regelrecht aus. Darüber hinaus sind größere Shops durchaus bereit für Schnittstellen und Zusatzfunktionen tiefer ins Portemonnaie zu greifen, was sich am Ende widerum trotz fehlender Cross-Verkäufe im Wawi-Umfeld dennoch für JTL rechnen kann.

Auch kleinere Shops würden im Gegenzug durch ein breiteres Angebot und einen aufgewerteten Plugin-Markt profitieren.

Letztlich ist es natürlich eine strategische Entscheidung die nur JTL alleine treffen kann, aber die Vermutung liegt nahe, das JTL den Wettbewerb mit anderen Warenwirtschaftslösungen derzeit noch scheut, da man durch ein offeneres System, das zwar Anpassungen begünstigt, gleichzeitig einen Wechsel von JTL zu anderen Anbietern vereinfachen würde. Wobei man sich diesem Wettbewerb meiner Ansicht nach durchaus stellen kann, denn der JTL Shop als auch die JTL Wawi brauchen sich wahrlich nicht zu verstecken.

Fazit

JTL Shop3 ist ein qualitativ hochwertiges Shopsystem made in Germany. Der Shop ist technologisch auf der Höhe der Zeit, bietet ein umfassendes Funktionsangebot, ist individuell anpassbar, updatefähig, ressourcenschonend und auch moderne Templates lassen sich ohne Probleme umsetzen. Demgegenüber ist die JTL Wawi zwar nicht so umfangreich wie manch anderes Warenwirtschaftssystem, aber sie bietet alle notwendigen Basisfunktionen die eine Wawi können muss, sie ist übersichtlich, intuitiv und dadurch deutlich einfacher zu erlernen, als manch andere Wawi. Das schätzen viele JTL Nutzer.

Letztlich darf man bei aller Kritik nicht vergessen, das die Warenwirtschaft JTL Wawi kostenlos ist und das man bei den Lizenzkosten für einen JTL Shop3 unterhalb von 1000€ liegt. Trotz Anpassungen des Online Shops durch eine externe Agentur wird man daher in der Summe deutlich unterhalb eines gleichwertigen Magento Online Shops landen.

Gerade im Verbund mit der kostenfreien JTL Wawi ist das Shopsystem somit eine attraktive Alternative zu Magento in Kombination mit teuren ERP-Lösungen. Online Shops mit überschaubarer Sendungsmenge und Produktportfolio bekommen damit eine erstklassige Lösung zu einem hervorragenden Preis/Leistungsverhältnis.

Wer bereits ein Warenwirtschatfssystem verwendet, mit dem er zufrieden ist, für den ist JTL Shop keine Alternative, da er in diesem Fall mangels offener Schnittstelle des Online Shops auch das Warenwirtschaftssystem wechseln muss.

Wer sich dessen bewusst ist und gleichzeitig in Kauf nimmt, dass der Plugin- und Agenturmarkt bei JTL überschaubar sind und das JTL Wawi für anspruchsvolle Anwender mit komplexen Kommunikations,- Logistik- und Bestellprozessen keine optimalen Lösungen bietet, der wird an JTL Shop viel Freude haben.

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Über Henryk

Henryk Lippert beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit E-Commerce, Online Marketing, Multichannel, Internationalisierung & Usability. Dabei konnte er ein umfassendes Wissen aufbauen. Henryk Lippert lebt in London und arbeitet hauptsächlich in England und Deutschland.

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25 Kommentare zu Online Shop mit JTL Shop – Es muss nicht immer Magento sein

  1. Christian Bauer 19/03/2013 at 12:26 #

    Hallo,
    Besten Dank für den tollen Artikel. Aus meiner Erfahrung heraus hat sich der JTL-Shop bestens bewährt. Leicht zu verwalten und auch die neue WaWi sowie das kommende Lagermodul werden wieder große Freude bereiten.

    Was leider in obigen Text falsch ist: Man kann sehrwohl über Produktattribute einzelne Produkte von Suchmaschinen ausschließen.

    Viele Grüße,
    Christian

    • Henryk 19/03/2013 at 16:46 #

      Hi Christian,
      vielen Dank für dein Feedback. Bzgl.

      Was leider in obigen Text falsch ist: Man kann sehrwohl über Produktattribute einzelne Produkte von Suchmaschinen ausschließen.

      Da hast du natürlich recht und die Funktion ist mir auch bekannt. Allerdings ist die Gestaltung der Funktion nicht wirklich nutzerfreundlich, denn man muss das bei jedem einzelnen Produkt hinterlegen. Es gibt derzeit leider keine Schnellwahlfunktionen über einen Kategorienbaum oder eine aktiv/inaktiv Funktion für Preissuchmaschinen auf der Übersichtsansicht. Willst du also 200 Produkte von 1000 Produkten aus Preissuchmaschinen ausnehmen, musst du alle 200 Artikel einzeln öffnen und via Funktionsattribut “keine Preissuchmaschinen = 1″ den Artikel für PSM ausschließen.

      • Boddenangler 21/03/2013 at 11:42 #

        Die Pflege der Funktionsattribute ist zum einen via Ameise (Import/exporttool) möglich. Weiterhin können Funktionsattribute auch von einem Artikel auf andere kopiert werden, mittels Rechtsklick auf Artikel

        • Henryk 21/03/2013 at 19:24 #

          Das ist soweit richtig, aber die Ameise ist Bestandteil der Wawi, nicht des Shops ;) . Und darüber ging es ja hauptsächlich in meinem Artikel. Wenn man natürlich die Wawi einbezieht, dann stimme ich zu, dass sich damit das setzen von Funktionsattributen beschleunigen lässt. Optimal ist das in meinen Augen dennoch nicht, da man in der Excel keine Entscheidungshilfen hat, d.h. es gibt keine Rückkoppelung auf den Erfolg von Artikeln (Anzahl Besucher, Conversions, Kosten vs. Umsatz…). Von daher kann man sich zwar für ein Ja/Nein entscheiden, ob ein Artikel in eine Preissuchmaschine darf oder nicht, aber mehr eben auch nicht. Auch kann man nicht unterscheiden, an welche PSM der Artikel darf und an welche nicht (man kann sich via Export an die einzelne PSM dann natürlich für alle Artikel entscheiden oder alle Artikel, die das Attribut auf nein haben, was aber keine wirkliche Individualisierung darstellt).

      • Ich 21/03/2013 at 11:43 #

        Dies geht über die Ameise in einem Rutsch, auch fehlt in der +-Auflistung die Ameise, ein Tool das etwas Ebenbürtiges sucht ! Die Ameise wird von vielen verkannt, weil sie derart mächtig ist, dass vielen einfach die Vorstellungskraft fehlt was man damit alles machen, erleichtern und flexibel gestalten kann.

        Vielleicht mal reinschnuppern ?!

        • Henryk 21/03/2013 at 19:28 #

          Die Ameise ist unbestritten ein sehr schönes Werkzeug für die Wawi. Aber wie bereits gesagt, es ging um den Shop, nicht um die Wawi + Ameise ;) . Dafür ist ein eigenständiger Artikel durchaus besser geeignet.

  2. ag-websolutions.de 21/03/2013 at 11:59 #

    Hallo Herr Lippert,
    vielen Dank für diesen informativen und ausführlichen Artikel.
    Meiner Meinung nach hat jede Vorteil-/Nachteil-Betrachtung auch rein subjektive Inhalte und jeder definiert “Nachteil” auch anders, aber auf eines möchte ich aufmerksam machen:

    Dadurch sind gewisse Module mit JTL Shop fast unmöglich (z.B. One-Site Checkout, Bonussystem, eigene Zahlungsmodule).

    Das stimmt so nicht. Jeder Shopbetreiber kann bei (geeigneten) Servicepartnern exklusive Plugins erstellen lassen. Gerade bei den Zahlungsmodulen ist es oftmal so, dass die PSPs die Pluginentwicklung beauftragen (und finanzieren) um dann ihren Kunden das Modul kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Daneben darf nicht verkannt werden, dass der JTL-Shop3 bereits eine Vielzahl von Zahlungsarten/Zahlungsmodulen “out of the box” beinhaltet.

    Viele Grüße

    Team ag-websolutions.de

    • Henryk 21/03/2013 at 21:20 #

      Meiner Meinung nach hat jede Vorteil-/Nachteil-Betrachtung auch rein subjektive Inhalte und jeder definiert “Nachteil” auch anders

      Da gehe ich absolut mit und möchte an dieser Stelle anmerken, das meine Liste sicher auch nicht vollständig und abschließend ist. Mein Artikel ist ja auch nicht gegen JTL gerichtet, sondern im Gegenteil “Pro JTL” ;) . Ich halte das Shopsystem für wirklich hervorragend, sehe aber aus meiner persönlichen Erfahrung Kritikpunkte, die dazu führen, dass sich einige Shopbetreiber leider gegen JTL entscheiden müssen. Wer sich überwiegend auf der Seite der Pluspunkte wiederfindet, für den ist JTL sicher geeignet. Wer demgegenüber überwiegend die Negativpunkte mit Ja beantworten kann, der sollte zumindest andere Shopsysteme + Wawi-Lösungen gegenüberstellen. Am Ende muss natürlich jeder Shopbetreiber in einer eigenen Pro- und Contraliste abwägen und diese Liste zusätzlich um Punkte ergänzen, die ich an dieser Stelle nicht aufgezählt habe.

      Jeder Shopbetreiber kann bei (geeigneten) Servicepartnern exklusive Plugins erstellen lassen.

      Darauf habe ich hingewiesen.

      Gerade bei den Zahlungsmodulen ist es oftmal so, dass die PSPs die Pluginentwicklung beauftragen (und finanzieren) um dann ihren Kunden das Modul kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Daneben darf nicht verkannt werden, dass der JTL-Shop3 bereits eine Vielzahl von Zahlungsarten/Zahlungsmodulen “out of the box” beinhaltet.

      Keine Frage, viel PSPs machen das, aber manch ein Shopbetreiber hat mit einer etwas unbekannteren Bank eine Ratenkaufvereinbarung, wo das dann leider nicht geht. Und bei Amazon Payments hat sich JTL ganz schön lange Zeit gelassen ;)

  3. Stephan 21/03/2013 at 12:36 #

    Gegenfrage: Wie würde denn Magento filtern? Natürlich muss (!) bei jedem (!) Artikel mindestens ein Attribut, ein Art-Nr.-Prefix oder oder oder hinterlegt sein, damit man erfolgreich etwas filtern kann. Wenn nichts zu filtern vorgegeben ist, kann nichts gefiltert werden :)

    Ein Filtern nach z.B. Kategorien allerdings ist möglich z.B. so:

    {$Artikel->cDeeplink}{$Artikel->cName|truncate:70}{$Artikel->cBeschreibung}{$Artikel->Preise->fVKBrutto} {$Waehrung->cISO}{$Artikel->Artikelbild}{if $Artikel->Kategoriepfad == ‘Google’ && $Artikel->fLagerbestand > 0}{$Artikel->cArtNr}{if $Artikel->cLagerBeachten == ‘N’ || $Artikel->fLagerbestand > 0}Auf Lager{else}Nicht auf Lager{/if}ARTIKELZUSTAND_BITTE_EINTRAGENDE::Standardversand:{$Artikel->Versandkosten}{$Artikel->cHAN}{$Artikel->cBarcode}

    So werden nur Artikel mit Lagerbestand und aus der Kategorie “Google” an Google Base übergeben.

  4. Steffen 21/03/2013 at 12:51 #

    JTL Shop3 ist für kleine Anbieter und einem kleinem Sortiment wohl eine sehr gute Wahl und die Kosten sind mehr als überschaubar. Funktionalitäten, mögliches Datenbankhosting usw. vermeiden unnötige Kopfschmerzen und der Shopbetreiber muß sich nicht um die Technik an sich kümmern…Die Frage ist nur, wohin möchte der Shopbetreiber in Zukunft?

  5. Nils 22/03/2013 at 20:43 #

    Ein schöner, ausgewogener Bericht!

    Wenn man sich mit der Materie JTL auseinander gesetzt hat, bietet der Shop – insbesondere im Zusammenspiel mit der WaWi – wohl eines der besten Preis-/Leistungsverhältnisse am Markt.

    Bemerkenswert ist insbesondere die Entwicklung in den letzten 2 Jahren. Zuvor war der Shop für anspruchsvolle Händler nicht brauchbar (wie eigentlich auch die WaWi – siehe Bestellwesen).
    Dabei war es egal ob individuelles Design, die stetige Optimierung der Usability oder die Erweiterbarkeit durch Module im Fokus stand – in keinem Punkt konnte uns die Version 2 überzeugen und wir haben uns für ein Alternativprodukt entschieden.

    Den aktuellen Shop haben wir mit Magento und Shopware verglichen.
    Dass wir bereits die JTL Wawi nutzen, war dabei ein Nebeneffekt, überzeugt haben uns die Möglichkeiten und letztendlich auch der Preis (dieser allerdings auch mittelfristig da wir Einsparungen durch die Pflege in der WaWi erzielen).

    Die meisten Pro und Contra Argumente finden sich auch hier im Text wieder.

    Richtig nervig ist die Tatsache, dass die bei JTL annoncierten Servicepartner zumeist tatsächlich nicht “fit” sind – ich habe hier die Tendenz ins Beleidigende abzurutschen und führe daher nicht weiter aus….Es wäre einfach schön, wenn die Qualifikation vor dem Eintrag geprüft werden würde.

    Die wirklich guten Servicepartner findet man relativ schnell heraus und stellt dann fest, dass diese stetig ausgelastet sind und Aufträge bereits bei der Anfrage ablehnen (müssen).
    Das ist schade, denn es nimmt dem System einiges an Dynamik.

    Ich hoffe, dass sich dieser Zustand noch normalisiert und bin überzeugt, dass JTL seinen Nutzern und im Endeffekt den Endkunden noch einiges bieten wird.

    Wir freuen uns auf jeden Fall auf unseren Relaunch!

    • Henryk 22/03/2013 at 21:39 #

      Hallo Nils,
      vielen Dank für deinen Kommentar. In den letzten 2 Jahren hat sich in der Tat so einiges bei JTL getan und ich hoffe, dass es in der Zukunft so weiter geht, denn noch fehlen einige Bausteine ;) .

      Die wirklich guten Servicepartner findet man relativ schnell heraus und stellt dann fest, dass diese stetig ausgelastet sind und Aufträge bereits bei der Anfrage ablehnen (müssen).
      Das ist schade, denn es nimmt dem System einiges an Dynamik.

      In meinen Augen hat das vor allem damit zu tun, dass wie bereits geschrieben Shopbetreiber mit einer gewissen “Marktdominanz” JTL bisher gemieden haben, wodurch sich dann in der Folge erfahrene E-Commerce Agenturen eher für Shopware, Oxid oder Magento entschieden haben. Eine offene API würde hier sicher einiges an Dynamik reinbringen, da JTL Shop dann mit den anderen Systemen in den richtigen Wettbewerb treten kann. Mal schauen, vielleicht bewegt sich JTL an dieser Stelle irgendwann.

  6. mercury 23/03/2013 at 10:07 #

    Habe selber rund 1 Jahr 2 JTL Shops betrieben, und würde diese jederzeit auch weiterempfehlen, weil es in Verbindung mit der Wawi ein richtig gutes Shopsystem ist, und das zu einem attraktiven Preis.

    Insofern finde ich den Artikel vom Aspekt der Beleuchtung des Leistungsumfanges von JTL auch sehr gelungen.

    Ich frage mich allerdings, ob es eine gute Idee war JTL gleich mit Magento zu vergleichen. Ich finde, das ist dann doch eine andere Liga, wertneutral gemeint.

    Magento ist ein Monster. Das hat immense Vorteile im Bereich der Flexibiliät und der Möglichkeiten, und eben Nachteile beim Aufwand (man benötigt mehr Zeit, Wissen oder Geld, je nachdem).

    Das flexible Attributsystem in Magento sucht seinesgleichen und bietet bei der Verwaltung und Administration unendliche Möglichkeiten. Oder die Multishopfähigkeit mit verschiedenen Domains und wahlweise gemeinsamen oder gtrennten Warenkörben um ein anderes mächtiges Werkzeug von Magento zu erwähnen.

    Ich verwende inziwschen einen Magentoshop und bin doch der Auffassung dass man die Systeme nicht vergleichen sollte.

    Kurz zusammengefasst würde ich sagen, überall da wo JTL an seine Grenzen stößt ist bei Magento noch lange nicht schluß. Es gibt Extensions von denen man bei JTL nur träumen würde, viele von denen kostenlos, oder etwa etliche professionelle Templates für ganz kleines Geld oder sogar umsonst.

    Die für mich größte Stärke von JTL ist übrigens zugelich auch eine der großen Schwächen von Magento. JTL hat eine sehr aktive und hilfsbereite Community. Hier kann jeder der gerne selber am Shop tätig ist sehr schnell Hilfe erhalten und im DIYS Verfahren seinen Shop ausbauen. Das ist bei Magento deutlich anders. An fehlende Informationen gelangt man nur sehr schwer, und mit viel Geduld. Ein wirklich aktives zentrales Forum sucht man vergeblich.

    Im Fazit würde ich sagen, dass beide Shopsysteme sich im Kern an unterschiedliche Zielgruppen richten.

    Magento ist eher ein System für sehr erfahrene Adminsitratoren, am bestens gleich mit ausgeprägten Programmierkenntnissen in PHP und HTML, sofern beinahe grenzenlose Möglichkeiten gewünscht sind. Oder den Mittelstand+ und entsprechendem Budget für eine Agentur.

    JTL ist ein tolles Shopsystem für ambitionierte Einsteiger, insbesondere wenn man gerne selber an vielen Stellen Hand anlegt, und gelegentlich auf Hilfe durch Agenturen zurückgreifen will. Hier wird für einen überschaubaren Investitionsrahmen sehr viel geboten.

    • Henryk 23/03/2013 at 11:35 #

      Hi Mercury,
      vielen Dank für Deinen Beitrag.

      Ich frage mich allerdings, ob es eine gute Idee war JTL gleich mit Magento zu vergleichen. Ich finde, das ist dann doch eine andere Liga, wertneutral gemeint.

      Hier gehe ich nicht mit, denn gerade diese Fragen höre ich in meinem Umfeld immer wieder. “Ich plane einen Shop-Relaunch, welches Shopsystem ist für mich geeignet? Magento, Oxid, Shopware oder JTL?”. Von daher ist es unabdingbar Shopsysteme miteinander zu vergleichen. Denn genau das Vergessen viele Shopbetreiber bei einem Systemwechsel.
      Sie lassen sich beispielsweise von dem “Magento-Hype” vorschnell anstecken und setzen voreilig auf ein Shopsystem, ohne sich darüber Gedanken zu machen, ob das System überhaupt geeignet oder anders ausgedrückt überhaupt notwendig ist. Hinterher ist das Geschrei dann groß, wenn man feststellt, was für einen Klotz man sich damit ans Bein gebunden hat.
      Ich gehe mit, dass Magento ein “Monster” ist und viele Vorteile im Bereich Flexibilität und Möglichkeiten besitzt. Auf der anderen Seite benötigt man in der Tat wirklich umfassendes Programmier-Know-How, erfahrene Administratoren und deutlich umfangreichere Strukturen (Server etc.).

      Im Fazit würde ich sagen, dass beide Shopsysteme sich im Kern an unterschiedliche Zielgruppen richten.

      Hier gebe ich dir teilweise Recht. Nimmst du Intershop und Hybris, dann gebe ich dir zu 100% Recht, aber bei Magento vs. JTL Shop kann man das nicht grundsätzlich sagen.
      Mit JTL lassen sich durchaus auch größere Projekte umsetzen, solange die Shopbetreiber mit den Funktionen und Möglichkeiten der JTL Wawi ausreichend bedient werden. Bei Magento darf man nicht vergessen, dass es Shopbetreiber gibt, die sich mit Magento völlig übernehmen und für die ein JTL Shop ein deutlich attraktiveres Shopsystem darstellt. Gerade aus diesem Grund war mir dieser Artikel sehr wichtig.
      Am Ende ist es unabdingbar, das der Shopbetreiber vor einem Projekt eine Gegenüberstellung der Funktionen und Möglichkeiten vornimmt, bevor er sich für einen Magento oder JTL Shop entscheidet.

      • mercury 24/03/2013 at 21:28 #

        Hallo Henryk,

        Ok, einverstanden. Ich bin wahrscheinlich schon zu betriebsblind um zu registrieren, dass sich die Frage JTL Magento einfach durchaus stellen kann.

        “Bei Magento darf man nicht vergessen, dass es Shopbetreiber gibt, die sich mit Magento völlig übernehmen und für die ein JTL Shop ein deutlich attraktiveres Shopsystem darstellt.”

        Damit triffst Du es im Kommentar auf den Punkt. Im Artikel selber wird das aber meiner Ansicht nach nicht so gut deutlich.

        Wenn Du einen Vergleich mit der Fussballbundesliga machen müsstest, dann würdest Du vielleicht zustimmen wenn ich sage, Magento bewegt sich irgendwo an der Spitze und spielt jedes Jahr Champions League. Ein Verein wie die Bayern etwa nimmt dann beinahe alles mit was einzusammeln ist, betreibt aber dafür auch naturgemäß einen Riesenaufwand. Wo würdest Du bei solch einem Beispiel den JTL-Shop einordnen? :-)

        • Henryk 25/03/2013 at 21:18 #

          Hmm, kein ganz leichter Vergleich, denn mit dem Shop alleine ist es ja eigentlich nicht getan. Da spielen am Ende ja noch viele andere Faktoren mit, die darüber entscheiden, ob jemand Champions Leage spielt oder nicht. Aber wenn du es darauf runter brechen willst, kann man sicher sagen, das Magento zumindest bei Champions Leage Teilnehmern im Shopumfeld verbreiteter ist ;) . Es bietet auch attraktivere Flugverbindungen von und zum Heimatflughafen (in Form von Schnittstellen, Plugins etc.) und es tummeln sich deutlich mehr Fans & Supporter in Form von Shopbetreibern, Agenturen, Entwicklern usw.
          Aber ich würde sagen der JTL Shop ist definitiv in der Euro Leage angekommen mit Potential zur Champions Leage :)
          Wenn sich da an der einen oder anderen Stelle noch etwas tut (u.a. Schnittstellen, Warehouse-Management (soll ja bald kommen), CRM/Ticketsystem), dann sehe ich den Aufstieg in die Beletage der Shopsysteme nur als eine Frage der Zeit. Die fehlende Shop-API bleibt übrigens mein größter Kritikpunkt.

  7. Oliver Vogel 06/04/2013 at 13:27 #

    Hallo,

    wirklich ein sehr sehr guter und ausführlicher Artikel. Ich persönlich finde die Verbindung von Wawi + Shop + eBay + Amazon einfach unschlagbar. Diese Zusammengehörigkeit in einem Tool ist schon klasse. Gerade der Workflow über das Wawi…

    Grüße
    Oliver Vogel

  8. René 29/05/2013 at 13:14 #

    Hallo,

    vielen Dank für die Übersicht, wir sind aktuell auch auf der Suche nach einem angenehmen Shop, am besten eine EierlegendeWollmilchSau ;) .
    Eigentlich wäre JTL durchaus perfekt, störend ist eben die Möglichkeit am Code nicht wirklich selbst eingreifen zu können, aber dazu wollten wir auch noch vorab den Support von JTL anstoßen.

    VG

    • Henryk 31/05/2013 at 03:18 #

      Hi René,
      ich glaube kaum, dass JTL daran etwas ändern wird, aber das finde ich grundsätzlich auch nicht unbedingt so nachteilig. Mich ärgert viel mehr, dass es keine offene API gibt, das ist wirklich ein Nachteil, im Gegensatz zu closed source. Man kann über die Plugins schon einiges machen. Und mit Codezugriff kann man auch viel kaputt machen. Ich sehe das bei verschiedenen Magento Shops, dass das nicht immer nur ein Vorteil ist. Wenn man richtig gute Kenntnisse hat, ergibt das Sinn, andernfalls ist es kritisch zu bewerten. Darüber hinaus darf man nicht vergessen, dass nicht jedes Magento-Plugin auf dem Markt auch immer das tut was es soll ;) . Die wenigsten funktionieren auf Anhieb und ohne Eingriff, denn kaum ein Shop ist Magento Standard. Diese Gefahr ist bei JTL nicht so sehr gegeben. Anyway, beide Shopsysteme haben Vor- und Nachteile und die eierlegende Wollmilchsau gibt es leider nicht. Weder bei JTL, noch bei Magento, Oxid, Shopware & Co. Auch Intershop oder Hybris sind das nicht.
      Grüße, Henryk

  9. Gerd Steiner 27/01/2015 at 18:22 #

    Hallo, der Artikel ist gut, ich würde mir gerne eine Fortsetzung wünschen, sobald JTL die Wawi 1.0 herausbringt. Damit wird das Paket glaube ich noch interessanter.
    Grüße,
    Gerd

    • Henryk 27/01/2015 at 19:46 #

      Sobald die JTL-Wawi 1.0 raus ist und die Connectoren zu Shopware/Magento werde ich mit Sicherheit mal wieder einen aktuellen Artikel schreiben, denn es hat sich ja einiges getan :) . Danke für Deine Feedback.

      • MatzeS 23/11/2015 at 14:40 #

        Ich glaube ein Update könnte jetzt ganz gut sein, JTL-Shop4 sehe ich auf der JTL Page und ich sehe den Connector der zumindest Shopware wohl gut unterstützt :) kommt da bald was ?

        • Henryk 23/11/2015 at 18:55 #

          Da JTL Shop4, Wawi1.0 und die Connectoren zu Shopware, Magento & Co auf dem Markt sind, werde ich die Tage mal wieder einen neuen Beitrag zusammenstellen und Euch auf diesem Weg meine bisherigen Erfahrungen mitteilen :) .

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